Brunel auf Little St. James nun auf der Flucht – Kindermodels im Victoria’s Secret Style

Was haben wir in den vergangenen Wochen nicht schon alles über die Jungferninseln berichtet. Little St. James, die Hochburg des Pädophilenrings rund um Jeffrey Epstein.

Nur zwei Tage nachdem sich Jeffrey Epstein angeblich das Leben genommen hat, führte das FBI eine Razzia auf der “Pädophilen Insel” in Little St. James durch. Ein Dutzend FBI-Agenten eilten mit Schnellbooten auf die Insel, fuhren mit Golfcaddys um das 71 Hektar große Anwesen, um es zu durchsuchen.

Nun fand ein erneutes Sammelsurium an Beweismaterial ihren Weg an die Öffentlichkeit. Fotos von Jeffrey Epstein und seinen Gästen, mit einer beträchtlichen Anzahl junger Mädchen in Sorglosigkeit herumlaufend.

Little St. James ein Orbit des Grauens

Wie die DailyMail enthüllte, gibt es ein ganzes Potpourri an visuellen Aufzeichnung des täglichen Lebens von Jeffrey Epstein auf seiner Insel, die mittlerweile unter dem Namen Pädophilieninsel in aller Munde ist. Von außen ein traumhafter Ort, ein Urlaubsparadies, blaues Wasser wie man es sonst nur aus kaschierten Fotos im Reisekatalog kennt.

Doch was sich in den vergangenen Jahren auf der 71 Hektar großen Karibikinsel abgespielt hat, ist das exakte Gegenteil ausgelassener Urlaubsfreude, zumindest für die in die Umlaufbahn geratenen Opfer.

Zunächst, das ist für den aufmerksamen Leser längst keine Überraschung, gibt es mehrere Bilder von Ghislaine Maxwell. Die aus Großbritannien stammende Sozialistin und Freundin von Epstein, die nach Aussagen von unzähligen Zeugen als Organisatorin und Komplizin von Epstein fungierte. Aufgenommen wurden die Fotos um die Weihnachtszeit 2006. Das ist insofern bemerkenswert, als dass nur sechs Monate zuvor Epstein von unzähligen jungen Mädchen im Teenageralter des sexuellen Missbrauchs angeklagt worden war.

Jean-Luc Brunel auf Little St. James

Ebenfalls auf den Fotos zu sehen ist der französische Modelscout Jean-Luc Brunel, über den ich auch schon in zahlreichen Artikeln berichtet habe.

Brunel ist Gründer des Modelunternehmen MC2. Laut einer Aussage unter Eid eines ehemaligen Buchhalters von der Firma MC2 Model Management, investierte Epstein eine Millionen Dollar in das Unternehmen. MC2 arbeitet eng mit dem amerikanischen Modeunternehmen Victoria’s Secret zusammen.

Auf den aufgezeichneten Fotos auf Little St. James ist Brunel zu sehen, Arm in Arm mit Maxwell.

DailyMail

Dem 72-jährigen Brunel wurde in kürzlich entsiegelten Gerichtsakten vorgeworfen, mit seinem Modegeschäft dem Milliardär einen Vorrat an jungen Frauen geliefert zu haben, die anschließend sexuell missbraucht wurden.

Brunel ist kein unbeschriebenes Blatt, denn auch er wurde in einer Zivilklage von Virginia Giuffre beschuldigt, Drahtzieher im verworrenen Sumpf des Missbrauchsnetzwerk gewesen zu sein.

Im wurde zu Last gelegt, Mädchen im Alter von höchstens 12 Jahren zu sexuellen Zwecken in die USA geschleust zu haben, um diese Epstein zur Verfügung zu stellen. Während der Inhaftierung von Epstein 2008, besuchte ihn Brunel im Gefängnis.

Mehr noch; nach der Inhaftierung und der darauf folgenden Distanzierung von Epsteins seitens Wexner, arbeiteten die beiden Unternehmen weiterhin zusammen. Mindestens drei MC2-Models traten 2015 bei einer Modeschau von Victoria’s Secret auf und posierten zudem für ihre Kataloge und Website.

2005 war Epstein akribisch auf der Suche nach besonders jungen Mädchen. Gerichtsdokumente zeigen, wie Brunel ihm unterstützend zur Seite stand. Zwei 8-jährige Mädchen sollten unter dem Vorwand Russischunterricht zu geben in die USA reisen. In einem durch die Ermittlungsbehörden beschlagnahmten Notizblock aus Epsteins Villa, sind zahlreiche Nachrichten dokumentiert, die für Epstein notiert und ihm daraufhin zugetragen wurden, darunter auch eine von Brunel. Die erste Nachricht stammt vom 1. April 2005.

„Er (also Brunel) hat zwei Lehrerinnen für dich, die dir russisch beibringen können. Sie sind beide 8 Jahre alt und nicht blond. Der Unterricht ist kostenlos und du kannst heute die 1. haben, wenn du zurückrufst.”

Ein Foto jener Notiz habe ich hier für Sie verlinkt.

Wie TheGuardian kürzlich enthüllte, hat Brunel in den 80er und 90er Jahren mindestens drei junge Frauen sexuell missbraucht.

Nun, so teilen Behörden mit, ist Brunel spurlos verschwunden. Sein letzter Aufenthaltsort soll Brasilien gewesen sein, eine Geschäftsreise, um neue “Talente” zu finden.

“Er ist ein Geist, der spurlos verschwunden ist”, sagte eine Pariser Rechtsquelle gegenüber dem Daily Mirror.

Die Suche geht in den USA, Europa und Brasilien indes weiter. 

Kindermodels im Victoria’s Secret Style

Vergangenen Monat sorgte eine Laufstegshow in Chengdu, China, für Aufsehen. Junge Mädchen, teilweise nicht älter als 5 Jahre alt, in Bikinis und flauschiger Unterwäsche, posierten auf dem Laufsteg. Kindermodels im Einkaufszentrum, das sorgte selbst in China für Entsetzen.

Die Kinder waren geschminkt, ihre Dessous sind mit Federn versehen sowie mit Juwelen und Flügeln verziert, exakt wie bei Victorias Secret. Anwesende Zuschauer fotografierten die Szenerie.

Diese Veranstaltung stieß bei vielen in den sozialen Medien auf Kritik. So schrieb ein Nutzer auf der Plattform Weibo, ein Pendant zu Twitter:

“Ich unterstütze es nicht, wenn kleine Kinder so früh an solchen Aktivitäten teilnehmen! Ich würde es vorziehen, wenn meine Tochter im Schlamm spielt. Ich will nicht, dass sie Bikinis tragen und dann ihren Körper zeigen, um dem Publikum zu gefallen.“

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