#Epstein: Ehemalige Mitschülerin von Herzogin Kate – Schauspielerin Emmy Tayler

Der Missbrauchsskandal um den offiziell verstorbenen Jeffrey Epstein weitet sich immer weiter aus. Hauptanklagepunkt war der jahrelange Aufbau eines Sexrings sowie der regelrechten Handel mit minderjährigen jungen Frauen. Einige der mutmaßlichen Opfer haben wir bereits umfangreich thematisiert.

Nun meldete sich ein weiteres Opfer. Die Schauspielerin Anouska de Georgiou. Sie ist eine ehemalige Mitschülerin von Herzogin Kate an der Eliteschule Marlborough College.

Anouska de Georgiou

Die Engländerin ist Tochter aus reichem Hause, ein minderjähriges Mädchen als die erstmals Jeffrey Epstein getroffen hat. Bei der richterlichen Opferanhörung Ende August, trat sie neben 15 weiteren Opfern im New Yorker Gericht auf. De Georgiou ist das erste britische Opfer, das sich gemeldet hat. Sie lebt derzeit in Los Angeles.

„Als ich Jeffrey Epstein kennenlernte, war ich jung und voller Hoffnung und der Torheit eines Teenagers. Ich war idealistisch, und ich sah das Gute im Menschen. Jeffrey Epstein hat mich manipuliert, mich korrumpiert und mich sexuell missbraucht. Ich war ein Opfer, aber ich werde kein Opfer bleiben! Der jahrelange Missbrauch beeinträchtigte mich in meinen Fähigkeit, gesunde Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten, sowohl bei meiner Arbeit als auch in meinem Privatleben. Ich war ein Opfer und es hat viele, viele Jahre gedauert, bis ich hier stehen konnte um zu sagen, ja, ich war es.“

Nach dem Ableben des Hauptangeklagten wurde die eigentliche Klage gegen Epstein fallengelassen. Nun versuchen die mutmaßlichen Opfer in Form von privaten Zivilklagen eine finanzielle Entschädigung zu erwirken. Die Opfer haben darum gebeten, dass die Untersuchung seiner Verbrechen fortgesetzt wird, damit jeder, der sie unterstützt hat und noch am Leben ist, vor Gericht gestellt werden kann.

De Georgiou ist zwar fünf Jahre älter als Herzogin Kate, hat aber zur gleichen Zeit am Marlborough College studiert haben, genauso wie Prinz William.

De Georgiou war nicht das einzige Opfer mit einer königlichen Verbindung. Neben ihr sagte Virginia Giuffre erneut aus, jahrelang als Sexsklavin für Epstein fungiert zu haben. Dreimal, so Giuffre, wurde sie von Prinz Andrew sexuell missbraucht.

„Obwohl ich es tragisch finde, wenn jemand stirbt, bin ich extrem erleichtert, dass Jeffrey Epstein nicht mehr in der Lage sein wird, weitere Kinder oder Frauen zu verletzen. Ich bin froh, Teil einer Gruppe von Frauen zu sein, die jetzt für immer in dem Trauma verbunden sind, das wir durch die Hände dieses Mannes erlitten haben.“ fügte De Georgiou hinzu.

Chauntae Davies

Ein weiteres, erstmals in Erscheinung getretenes Opfer ist die ehemalige Flugbegleiterin Chauntae Davies. Sie flog für Epstein regelmäßig das Privatflugzeug, welches mit dem Namen Lolita Express bekannt geworden war.

Davies ist ihr richtiger Name, sie gab sich damit einverstanden, mit Klarnamen genannt zu werden. In ihrer Aussage gab sie zu Protokoll, von Epstein bezahlt worden zu sein, um erotische Massagen durchzuführen. Auf seiner Privatinsel in der Karibik wurde sie mehrfach vergewaltigt. Demnach fungierte sie neben ihrer Tätigkeit als Flugpilotin als Masseurin auf Little St. James.

Es war das erste Mal, dass Davies von ihrem jahrelangen Missbrauch gesprochen hat:

„Es hat lange gedauert, bis ich mich in der Lage sah, öffentlich darüber zu sprechen. Jede Demütigung, die ich über die Jahre habe ertragen müssen, war wie eine Art Sieg für ihn. Nun werde ich meine Stimme erheben. Ich werde nicht aufhören zu kämpfen.“

Bereits im Jahr 2015 gab Davies ein Interview für das Nachrichtenportal Inside Edition. Zum damaligen Zeitpunkt gab sie allerdings noch nicht an Opfer zu sein, sondern lediglich dafür zuständig zu sein, junge Mädchen nach Little St. James zu fliegen. Weiter gab Davies im Interview bekannt, gemeinsam mit Bill Clinton an einer Afrikareise teilgenommen zu haben.

Clinton gehörte zu den prominenten Passagieren, die mit Epsteins Lolita Express insgesamt 26 geflogen ist, so die Flugprotokolle. Weitere Passagiere waren Prince Andrew, Kevin Spacey, Chris Tucker und Naomi Campbell.

Eine britische Schauspielerin als Mitverschwörerin

Neben Maxwell und unzähligen Komplizenschaften, wird nun die britische Schauspielerin Emmy Tayler beschuldigt, dem inneren Zirkel von Epstein angehört zu haben – in der Täterrolle.

Die Staatsanwaltschaft will Berichten zufolge die britische Schauspielerin verhören, um mehr über die Verbindungen zum verstorbenen Pädophilen in Erfahrung zu bringen.

Was wir wissen ist, dass Tayler eine persönliche Assistentin von Ghislaine Maxwell war. Tayler ist die Tochter eines Professors der Oxford University. Mit dem Traum, Model oder Schauspielerin zu werden, wanderte sie in Anfang der Jahrtausendwende die USA aus. In New York kam es zur Begegnung mit Maxwell. Sie stellte ihr eine Wohnung in Florida zur Verfügung und versprach, sich im Austausch für Besorgungen und dem Erledigen von Papierkram um Tayler zu kümmern.

Die Anklägerin Johanna Sjoberg gab vor Gericht an, die Schauspielerin habe ihr beigebracht, wie man Epstein nach seinen Bedürfnissen massiert. Während dieser Handlungen waren Maxwell und Tayler mit anwesend.

„Eines Tages traf ich Emmy Taylor und sie brachte mich zu Jeffreys Badezimmer. Sie und ich massierten beide Jeffrey. Sie zeigte mir, wie man massiert. Und dann kam sie. Sie zog sich aus, legte sich auf den Tisch… Sie baten mich, mich auf den Tisch zu legen…“

Der Schwager der Schauspielerin Stephen Ongpin sagte gegenüber dem DailyMirror:

„Sie wird wegen Dingen beschuldigt, die für sie völlig schockierend sind. Sie arbeitete für Ghislaine als persönliche Assistentin, aber das war 2001. Sie ist wirklich schockiert über das, was sie nun erfahren hat. Nach meinem Eindruck hat sie nichts von diesen sexuellen Handlungen gewusst.“

Flugprotokolle deuten darauf hin, dass Tayler mit Epsteins Lolita Express geflogen ist. Ihr Name taucht auch im Schreckgespenst, dem”kleinen schwarzen Kontaktbuch“ von Epstein auf.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.