#Epstein: Sarah Ferguson, Ex-Frau von Andrew ebenfalls in Manhattan-Villa

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Mehr und mehr Puzzleteile, die bisweilen tief im Verborgenen lagen, werden sukzessive aus der Schachtel geholt und einer breiten Öffentlichkeit anschaulich präsentiert. Stück für Stück setzt es sich zusammen, zu einem Gesamtbild, von dem man noch keinerlei Vorstellungen hat, aus wie vielen Teilen dieses besteht.

Über Jahrzehnte hinweg konnte Jeffrey Epstein schalten und walten, ohne ernsthafte Konsequenzen, was ohne Geheimdienstverbindungen schier ein Ding der Unmöglichkeit ist. Wer hat ihn gedeckt? Wer hat ihn jahrelang aus der Schusslinie geholt? Wer hat ihn zu dem reichen Finanzier gemacht, der er nach offizieller Lesart war? Ein Mann aus einfachen Verhältnissen, ohne Hochschulabschluss, ohne Bekanntheitsgrad in der Wall Street.

Leslie Wexner? Charles Bronfman? Wer auch immer Strippenzieher war, es stellt sich die Frage nach der Motivlage, nach dem Warum, warum Jeffrey Epstein? Fragen, die bislang nicht zweifelsfrei beantwortet werden können. Es wird sich zeigen, ob wir jemals eine faktische Beantwortung dieser Fragen erhalten werden.

Fakt ist; Epstein hatte viele Freunde, Persönlichkeiten aus den obersten Schichten der Gesellschaft, dessen Radius mitnichten nur die Vereinigten Staaten umfasste, sondern mehr und mehr auch das britische Königshaus.

Sarah Ferguson

Nein, Prinz Andrew war nicht der einzige aus der Königsfamilie, der nun in Erklärungsnot geraten ist. Sein mehrtägiger Besuch in der Manhattan-Villa im Dezember 2010 ist bereits gut dokumentiert. Fotografiert wurde er an der Türschwelle, ein Gespräch mit einer jungen Brunette, die später als Katherine Keating identifiziert wurde, Tochter des ehemaligen australischen Premierministers Paul Keating.

Doch wenige Monate zuvor, genauer gesagt im Februar 2010, gastierte noch jemand anderes in der ominösen Villa – Sarah Ferguson, die Ex-Frau von Andrew. Das belegen von der DailyMail und der New York Post veröffentlichte Fotos. Sie zeigen die langjährigen Haushälter Jun-Lyn Fontanilla und Jojo, posierend mit Sarah Ferguson. Das Foto habe ich hier für Sie verlinkt.

Mehreren Quellen zufolge wurde das Foto etwa zur gleichen Zeit aufgenommen, als Ferguson ohnehin nach New York reiste, um Anfang März vor den Vereinten Nationen eine Rede über Erdbebenopfer in Chile zu halten.

Bezweifelt wird allerdings, ob Ferguson bei ihrem Besuch in der Manhattan-Villa den Hausherrn getroffen hat, da Epstein seine 13-monatige Haftstrafe zu jener Zeit in Florida absaß und erst im Juli 2010 nach New York zurückgekehrt war.

Epstein und Ferguson

Doch im Februar 2010 war nicht zur Ferguson zugegen, sondern auch andere Schwergewichte aus Hollywood und altbekannte Weggefährte. So posiert auch Bill Clinton mit den Haushältern, gleiches gilt für die Hollywood-Stars Chris Tucker und Hillary Swank sowie das Model Petra Nemcova.

Das war aber noch nichts alles. Auch der ehemalige Außenminister der Obama-Administration John Kerry ist auf einem Foto zu sehen. Kerry folgte Hillary Clinton auf dem Posten des Außenministers.

Seine Mission war klar – das Feindbild Russland in die Köpfe zu implementieren. Während der Krimkrise 2014 verurteilte Kerry Putins Intervention auf der Krim und drohte im März mit dem Ausschluss aus der G8. Nach dem angeblichen Giftgaseinsatz in der Region Ghuta war Kerry von der Schuld des Präsidenten Baschar al-Assad überzeugt und forderte eine Militärintervention.

Etwas verwirrend in diesem Zusammenhang sind auseinandergehende Berichte. So sagt die New York Post, dass Jun-Lyn Fontanilla die Bilder auf Facebook veröffentlicht hat, während die Daily Mail sagte, dass die meisten der Fotos aufgenommen wurden, bevor Epstein ins Gefängnis kam

Kennengelernt hat Ferguson den Finanzier auf den Bahamas im Jahre 1998, als die mit ihrem damaligen Ehemann und ihren Töchtern Beatrice und Eugenie Urlaub machte. Aus einem von den Ermittlungsbehörden beschlagnahmten Notizblock geht hervor, dass Ferguson und Epstein 2005 im engen Kontakt standen. So existiert eine händisch verfasste Notiz, datiert vom 25. Januar 2005, mit dem Hinweis: “HRH Herzogin von York erwartet Ihren Anruf.“

Mehr noch; Andrew und seine Ex-Frau waren 2006 so eng mit Epstein befreundet, um ihn zur Geburtstagsfeier von ihrer Tochter Beatrice einzuladen, nur wenige Tage bevor Epstein erstmals wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs verhaftet wurde. Ebenfalls auf der Gästeliste standen Ghislaine Maxwell und Harvey Weinstein.

Schon 2011 hatte Andrew dafür gesorgt, dass Epstein der Herzogin 15.000 Pfund bezahlte, um ihre Schulden in Höhe von 78.000 Pfund begleichen zu können. Ferguson hatte offene Zahlungen gegenüber ihren persönlichen Assistenten Johnny O’Sullivan.

Angesprochen auf ihre Beziehung zu Epstein kommentierte Ferguson:

Ich persönlich bedauere es zutiefst, dass Jeffrey Epstein in irgendeiner Weise mit mir in Verbindung gebracht wurde. Ich verabscheue Pädophilie und jeglichen sexuellen Missbrauch von Kindern und weiß, dass dies ein riesiger Fehler von mir war. Ich bin so zerknirscht. Wann immer ich kann, werde ich das Geld zurückzahlen und will nie wieder etwas mit Jeffrey Epstein zu tun haben.“

Als die Nachricht von Epsteins Selbstmord bekannt wurde, waren Andrew und Ferguson gemeinsam zu Besuch bei Queen Elizabeth auf ihrem Balmoral Anwesen in Schottland. Ein lächelnder Andrew wurde auf dem Rücksitz eines Autos fotografiert, auf dem Weg zur Kirche gemeinsam mit seiner Mutter.

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