Joe Biden: Ein Interview mit Peter Schweizer – Geschäfte in der Ukraine

In meinem vergangenen Artikel – Wie die Medien einen Biden-Skandal in einen Trump-Skandal verwandeln – habe ich bereits über die Hintergründe der Medienberichterstattung rund um Donald Trump berichtet.

Nach Lesart unserer Hochleistungsmedien handelt es sich um einen Trump-Skandal, da dieser nach Informationen eines Whistleblowers telefonische Absprachen mit dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky getroffen haben soll, indem es um mögliche Untersuchungen zu Korruption seitens Joe Biden und dessen Sohn Hunter Biden gehen soll.

Schlüssel ist der ukrainische Erdgaskonzern Burisma Holdings. Nach den Vorfällen auf dem Maidan hat der damalige Vizepräsident Joe Biden seinen Sohn Hunter Biden in den Aufsichtsrat des besagten Konzerns verholfen. Obwohl sein Sohn keinerlei Fachkompetenz in dieser Branche mitbrachte, wurde er mit einem Monatsgehalt von 50.000 Dollar für seine nicht vorhandene Expertise entlohnt.

Dieses Postengeschacher blieb zu jener Zeit nicht unbemerkt. So wollte der ukrainische Staatsanwaltschaft Wiktor Schokin wegen Korruption gegen Joe Biden ermitteln, doch wie von Geisterhand wurden diese Ermittlungen eingestellt, auf Geheiß von Biden selbst. Das ist keine Theorie, sondern dies hat Biden in einer Podiumsdiskussion des Council on Foreign Relations stolz bestätigt.

Ich sollte in Kiew eine weitere Kreditgarantie verkünden. Und ich hatte die Zusagen von Poroschenko und Jazenjuk, dass sie Maßnahmen gegen den Generalstaatsanwalt ergreifen würden und sie taten es nicht. Und als wir zur Pressekonferenz gingen, sagte ich ihnen: Ich kann Euch die Milliarde Dollar nicht geben. Sie sagten „Sie haben die Autorität nicht, Sie sind nicht der Präsident. Der Präsident hat es zugesagt.“ Ich sagte: „Ruft ihn an.“ Ich sagte: „Ich sage Euch, Ihr bekommt die Milliarde Dollar nicht.“ Ich sagte: „Ihr bekommt die Milliarde nicht, ich werde in etwa sechs Stunden abreisen.“ Ich sah sie an und sagte: „Ich reise in sechs Stunden ab, wenn der Generalstaatsanwalt bis dahin nicht gefeuert ist, bekommt Ihr das Geld nicht.“ Hurensohn, er wurde gefeuert. Und sie setzten jemanden ein, der zu der Zeit zuverlässig war.“

Peter Schweizer: „Wenn man den Namen Biden in Trump ändert, hätten wir in den Medien eine ganz andere Tonart“

Der Journalist und Politikberater Peter Schweizer sagte in einem kürzlich erschienenen Interview exakt das, was viele insgeheim wissen. Man versucht aus einem Biden-Skandal einen Trump-Skandal zu machen. Eine Übersetzung:

Angesprochen auf die Ukraine erzählt Schweizer:

Hunter Biden reiste in gewisser Weise um die Welt und nutzte den Zugang seines Vaters. Einer dieser Orte war in der Ukraine, einem Energieunternehmen namens Burisma, das von einem sehr korrupten Oligarchen namens Zlachevsky geleitet wird, der ihn im April 2014 als Berater und Vorstandsmitglied einstellte.”

Soweit so bekannt. Schweizer geht darüber hinaus auf die nicht vorhandene Fachkompetenz von Hunter Biden für diese Position ein, auch auf das üppige Gehalt.

Das Interessante daran ist, dass Hunter Biden keinen Hintergrund in der Ukraine hat. Er hat keinerlei Fachexpertise in Energie, Erdgas oder ähnlichem, aber natürlich war sein Vater, der damalige Vizepräsident, der erste Ansprechpartner in der US-Politik gegenüber der Ukraine. Das Geld, über das wir hier sprechen, ist atemberaubend. Hunter Biden bekam 83.000 Dollar im Monat von diesem ukrainischen Energieunternehmen, obwohl er keinerlei Kompetenz mitbrachte.“

Es stellt sich also die Frage, wie jemand ohne Studium oder Fachexpertise auf diesem Gebiet, eine solche Schlüsselposition in einem Konzern erhalten kann. Schweizer weiter…

Die eigentliche Frage ist also, wenn er seine Expertise nicht einbringt, weil er auf diesem Gebiet keine hat, wofür wird er bezahlt? Das ist das Problem und ukrainische Beamte der Staatsanwaltschaft beschlossen, diese Angelegenheit zu untersuchen und sie begannen zu untersuchen. Später prahlte Joe Biden damit dafür gesorgt zu haben, den zuständigen Staatsanwalt zu entlassen, er habe damit gedroht, eine Milliarde Dollar unseres Steuergelder als Hilfe für die Ukraine zurückzuziehen, wenn sie diesen Staatsanwalt nicht entlassen.“

Das ist alles korrekt und es stellt sich die Frage, warum es sich bei dieser Angelegenheit um einen Trump-Skandal handelt. Ist es nicht die Aufgabe eines Präsidenten, offenkundige Korruption der Vorgängerregierung zu untersuchen?

Schweizer fuhr fort:

Niemand bestreitet, dass Hunter Biden keinen Background auf diesem Gebiet hat. Sie wollen einfach nur, dass das Problem verschwindet. Was Präsident Trump anscheinend getan hat, war ein Gespräch mit dem jetzigen ukrainischen Präsidenten zu führen mit der Bitte, dies zu untersuchen. Ich denke, das muss untersucht werden, das ist etwas, was wir schon seit Langem fordern.“

Schweizer wiederholte im Interview frühere Forderungen nach einer Untersuchung der Auslandsgeschäfte von Hunter Biden in jenen Ländern, in denen sein Vater als Vizepräsident die US-Außenpolitik maßgeblich mitgestaltet hat.

“Ich denke, die Ukraine muss dies untersuchen, aber das gilt auch für das US-Justizministerium, denn denken wir daran, die Ukraine ist ein schrecklich korruptes Land. Das ist eine ernste Angelegenheit, wir können es nicht einfach den ukrainischen Staatsanwälten überlassen.“

Der Politikberater Schweizer zeigt sich über die Art der Berichterstattung verwundert. Zwar sei es Aufgabe der Medien die Geschichte des Whistleblowers zu thematisieren, doch die Hintergründe und Machenschaften des ehemaligen Vizepräsidenten werden gekonnt unter den Tisch fallen gelassen.

Die Washington Post deckt sozusagen das Thema dieses Whistleblowers ab, was sie natürlich tun sollen. Es gibt aber keine Berichterstattung über das zugrundeliegende Thema. Es gibt keine Berichte darüber, dass der Sohn des Vizepräsidenten um die Welt reiste, in die Ukraine, nach China, es gibt Finanztransaktionen mit kasachischen Oligarchen, es geht um Geld von Schweizer Bankkonten an den Sohn des Vizepräsidenten… Wollen wir wirklich in einem Land leben, in dem es akzeptabel und alltäglich ist, dass diese Art von Verhalten stattfindet? Ich denke die Antwort ist: Nein!“

Wie wir sehen, wird nicht nur in den deutschen Medien fleißig Framing betrieben.

Es muss untersucht werden. Sie müssen zur Rechenschaft gezogen werden und übrigens denke ich, dass, wenn man den Namen von Hunter Biden in Don Jr. oder Eric Trump ändert, hätte man in den Medien und im Kongress einen ganz andere Tonart. Das ist eine Schande, denn es sollte unabhängig davon sein, wer es tut. Sie versuchen, aus einem Biden-Skandal einen Trump-Skandal zu machen und ich denke, was wir tun müssen ist, uns auf das größere Problem hier zu konzentrieren, dass die Familie Biden Millionen von Dollar von diesen im Ausland verbundenen Leuten bekommen hat, die zu Joe Biden’s Sohn gehen, um angeblich zu arbeiten, wozu er keine Qualifikationen hatte.”

Ende der Übersetzung.

Schweizer ist Präsident des Government Accountability Institute, eine konservative Denkfabrik in Florida. Sein neuestes Buch – Secret Empires – beschreibt die Korruption und Bereicherung der amerikanischen politischen Klasse.

Darüber hinaus schrieb er 2015 das Buch – Clinton Cash – in dem es um Spenden von ausländischen Organisationen an die Clinton Foundation und um die Einnahmen von Bill und Hillary Clinton nach ihrem Ausscheiden aus dem Weißen Haus im Jahr 2001 ging.

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