Wo ist Ghislaine Maxwell? – Ein Blick in die Vergangenheit und Jetztzeit

Sie gilt als eine der Hauptverschwörer, als rechte Hand, als Chefrekrutierer im globalen Sumpf des Pädophilenrings rund um Jeffrey Epstein – Ghislaine Maxwell!

Während die Staatsanwalt sie wegen Verschwörung anklagen will, scheint sie wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Niemand scheint zu wissen, wo sich Maxwell derweil aufhält. Bemerkenswert in dieser heutigen Welt, schlicht unglaublich, wo doch jeder weiß, dass das Benutzen einer Kreditkarte, das Orten eines Mobiltelefons oder Passagierprotokolle von Flugzeugen ausreichen, um die Verfolgung aufzunehmen.

Ein Nichtauffinden ist demnach nur möglich, wenn Maxwell über Unmengen Bargeld, gefälschte Pässe und eine Komplizenschaft verfügt. Sie soll sich in ihrer alten Heimat Großbritannien aufhalten. Die Anwälte der Opfer vermuten, dass sie aus Angst vor Strafverfolgung nicht in die USA zurückkehren wird. Genaueres ist derweil nicht bekannt.

Die britische Sozialistin gilt als Epsteins Beschützerin und Zuhälterin, seine Freundin und seine Madame. In den entsiegelten Dokumenten von vergangenen Freitag taucht ihr Name erstmals vor Gericht prominent auf. Mutmaßliche Opfer, die in den Dokumenten zitiert werden, geben an, Maxwell habe als eine Art Bordellchefin agiert. So soll sie über Jahre hinweg junge Mädchen und Frauen unter Vortäuschung falscher Tatsachen vor Universitäten, Schulen und Kosmetikstudios rekrutiert und angeworben haben.

Ach ja, in zwei Tagen soll sie übrigens tot sein. Ich weiß nicht, ob es kurzzeitig tatsächlich auf Wikipedia stand, dachte mir aber ich packs mal mit rein.

Wo ist Ghislaine Maxwell?

Neue Dringlichkeit gewann die Frage nach dem Aufenthalt von Maxwell am Mittwoch. Ein Fernsehsender machte sich im malerischen Massachusetts auf die Suche. Veranlasst wurde diese Suche von DailyMail, die berichteten, dass Maxwell als „Dame des Hauses“ bezeichnet wurde und sich in dieser Villa versteckt hielt. Doch in der Villa gab es keinerlei Anzeichen von Maxwell, auch nicht, ob sie überhaupt jemals dort war. Jenseits der großen Bäume links und rechts neben der gesäumten Einfahrt schien das weiße Kolonialgebäude, bekannt als Tidewood, leer zu sein.

Dunkelheit vom großen Raum mit Blick auf das Wasser bis hin zu den sieben Schlafzimmern. Anonyme Quellen geben an, Maxwell habe sich selten herausgewagt. Eigentümer des Hauses, in dem Maxwell vermutet worden war, ist der Tech-Unternehmer Scott Borgerson. Er gibt an, Maxwell habe sich zu keinem Zeitpunkt dort versteckt und habe zudem die örtliche Polizei gebeten das Haus zu überprüfen.

Maxwell besitzt ein weiteres Haus im Londoner Stadtteil Belgravia. Dieses dreistöckige Haus ist bestückt mit Spinnweben an den Fensterbänken, es scheint ebenfalls unbewohnt zu sein.

Ihr Stadthaus an der East 65th Street in Manhattan verkaufte sie im Jahr 2016. Ihre Anwälte, die sie während einer Zivilklage vertreten haben, sagten 2017 vor einem US-Gericht aus, Maxwell habe vermutlich keinen festen Wohnsitz.

Anfragen zu Kommentaren oder Statements in den letzten Wochen hat Maxwell nicht beantwortet.

Die Anwälte Jeffrey Pagliuca und Malcolm Grumbridge, die Maxwell in verschiedenen Zivilverfahren vertreten haben, antworteten ebenso nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Geschäftsbeziehungen von Maxwell

In einer Klage aus 2002 sagte der bereits verstorbene Künstler Nelson Shanks, Maxwell habe ihn im Auftrag von Epstein kontaktiert, um ein Porträt der Familie von Leslie Wexner in Auftrag zu geben.

Der Journalist David Bank besuchte im Januar 2003 Epstein auf seiner privaten karibischen Insel. Er traf Maxwell am Flughafen St. Croix, sie führte ihn durch Epsteins Privatjet und steuerte dann einen Hubschrauber, der ihn nach Little St. James brachte.

Jahrelang war Maxwell ein fester Bestandteil von Veranstaltungen, darunter die Hochzeit von Chelsea Clinton im Jahr 2010 oder einer Oscar-Veranstaltung 2014, wo sie mit Tesla-Gründer Elon Musk fotografiert wurde.

Quelle: Businessinsider

Von der Bildfläche exklusiver Veranstaltungen verschwand Maxwell jedoch spätestens 2015, als erste Zivilklagen und Beschwerden ins Licht der öffentlichen Wahrnehmung kamen. Das wohl bekannteste mutmaßliche Opfer Virginia Giuffre behauptete seither, Sexsklavin von Epstein gewesen zu sein. Giuffre arbeitete an der Garderobe im Spa von Donald Trumps palastartigem Florida Country Club Mar-A-Lago. Kurz nach ihrem 15. Geburtstag, im Jahr 1998, kam es zur ersten Begegnung mit Ghislaine Maxwell. Mit einem Angebot, eine Ausbildung als Masseurin mit gutem Geld zu erhalten, lockte sie Giuffre nach New York, in die Villa von Jeffrey Epstein.

Was über Maxwells Geschäftsbeziehungen bekannt ist, zeigt ihre Kontakte zu einigen der größten und bekanntesten Familien Großbritanniens.

Zwischen 2005 und 2012 war sie Direktorin einer inzwischen liquidierten britischen Make-up-Firma. Gründer dieser Firma war Jemma Kidd, Schwiegertochter des Herzogs von Wellington.

Interessant ist wer Gesellschafter des Unternehmens war, kein geringerer als die Familie Rothschild.

Ein Foto von Maxwell und Nat Rothschild habe ich hier für Sie verlinkt.

Dann wäre da noch ihre gemeinnützige Organisation TerraMar. Im Rahmen des von Maxwell gegründeten TerraMar-Projekts, nahm sie 2013 an der Clinton Global Initiative teil. Die gemeinnützige Umweltschutzorganisation wurde seltsamerweise am 12. Juli aufgelöst, kurz nach der Verhaftung von Epstein.

Die inzwischen nicht mehr aktive TerraMar-Website enthielt auch das Lob des Milliardärs Richard Branson. Dieser Kontakt kam zustande, nachdem Maxwell ihre gemeinnützige Arbeit den Ocean Elders, einer Gruppe von Geschäftsleuten und Wissenschaftlern, die sich für die Erhaltung der Meere einsetzt, vorgestellt hatte.

Die Geheimdienstvergangenheit

Ghislaine Maxwell war mehr als eine vermeintliche Beschafferin junger Mädchen sowie Freundin von Jeffrey Epstein. Sie ist die Tochter des im Jahr 1991 verstorbenen Robert Maxwell. Robert war der Medienmogul im letzten Jahrtausend. Kein Medium, keine Zeitschrift ging ohne seine Genehmigung und Zustimmung auf den Markt. Zudem fungierte er, mehreren Berichten und Recherchen zufolge, als Doppelagent. Mossad, KGB und CIA werden hier häufig genannt.

Robert Maxwell war ein jüdischer Geschäftsmann mit sehr kosmopolitischen Profil. Eine kontrovers diskutierte Persönlichkeit, dem mehrfach eine Verbindung zum Mossad nachgesagt worden war. Nach seinem Tod erhielt Maxwell ein Staatsbegräbnis in Israel, bei dessen Beerdigung sechs amtierende und ehemalige Leiter des israelischen Geheimdienstes teilnahmen.

Der bereits verstorbene und ehemalige Premierminister von Israel Yitzhak Shamir lobte Maxwell nach dessen Tod: “Er hat mehr für Israel getan, als man heute sagen kann.”

Der investigative Reporter Seymour Hersh behauptet in seinem Buch – The Samson Option – indem er das geheime Atomwaffenprogramm Israels beschrieb, dass Robert Maxwell mit dem israelischen Mossad zusammenarbeitete und mit diesem eng verbunden war.

Ein schwarzes Buch von Epstein, welches sich heute in den Händen von Ermittlungsbehörden befindet, sind zahlreiche Kontakte verzeichnet. Darunter Donald Trump, Tony Blair, Jon Huntsman, Ted Kennedy, Henry Kissinger, David Koch, Ehud Barak, Alan Dershowitz, John Kerry, George Mitchell, David Rockefeller, Richard Branson, Michael Bloomfield, Dustin Hoffman, Queen Elizabeth, Saudi King Salman und Edward de Rothschild.

Der Mossad hat möglicherweise Epsteins Kontakte ausgenutzt mit dem Ziel, eine Zusammenarbeit nach ihrem Gusto zu arrangieren und notfalls zu erzwingen. Verweigerten sich diese Personen, so wurden diese mit dem aufgezeichneten Filmmaterial erpresst.

Geheimdienstexperte Eric Margolis

Dann wäre da noch die Geschichte des Journalisten und Geheimdienstexperten Eric Margolis.

Kurze Ausschnitte eines Interviews habe ich einmal übersetzt.

Kurz nachdem ich den Eingangsbereich von Epsteins Anwesen in New York betreten hatte, das als das größte Privathaus der Stadt gilt, fragte mich ein Butler: “Möchten Sie eine intime Massage, Sir, von einem hübschen jungen Mädchen? Dieses Angebot erschien mir so fehl am Platz und seltsam, dass ich getrost verneinte.

Wichtiger als die Niederträchtigkeit, als alter Kenner von Geheimdienstangelegenheiten, stank mir dieses Angebot nach einer alten Honigfalle, einer Taktik, Menschen zu verführen und zu erpressen. Ein diskreter Raum mit Massagetisch, Gleitmitteln und zweifellos standen Kameras vor der Haupthalle bereit.

Anwesend war auch Ghislaine Maxwell. Bizarrerweise glaubte sie, ich könne das KGB Moscow Center dazu bringen, Satellitenfotos zu veröffentlichen, die den Mord an ihrem Vater auf seiner Yacht zeigten. Robert Maxwell, der ein bekannter Doppelagent für Israel und den KGB war.

Jeder fragte sich, woher Epsteins fulminantes Vermögen resultiert, doch diese Antwort blieb im Verborgenen. Es scheint wahrscheinlich, dass der damalige US-Staatsanwalt Alexander Acosta politisch beeinflusst wurde, um einen Deal mit Epstein zu schmieden, der in Florida wegen Kindesmisshandlung angeklagt worden war. Epstein kam mit einer 13-monatigen Gefängnisstrafe davon, die es ihm erlaubte, den größten Teil des Tages von seinem Büro aus zu arbeiten.

Für den respektierten und anerkannten ehemaligen CIA-Beamten Phil Giraldi, war dies eine klassische Geheimdienstoperation, die dazu bestimmt war, Männer mit Einfluss zu erpressen, um Israels Befehle auszuführen. Clinton war bereits Jahre zuvor als Präsident in diese Falle geraten.

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